KS über das neue Album in der SPEX 11/08

April 13, 2010

„Ich hatte lange keine Platte mehr gemacht, als der Regisseur Oliver Schwabe bei mir anrief. Er hätte für einen Film schon viel Material gedreht, doch bräuchte er zwischen einigen Szenen noch ›Brücken‹. Er wollte jemanden, der ein paar bekannte Pop- und Rocksongs singt. So kam es, dass ich in seinem Film auftauche und Coverversionen spiele. Meine Versionen hängen nicht mehr allzu sehr an den Originalen. Was ist überhaupt ein Original? Es lebt bekanntlich von seiner Verbundenheit zu irgendeiner Scholle. Man erkennt es an seinem Gehabe oder seinem Gerede. Zugute kommt dem Original die allgemeine Übereinkunft, dass man es gewähren lassen soll, weil es zwar skurril, aber gerade deswegen doch liebenswert sei. Man verzeiht ihm vieles. Denn das Original ist ein Dorftrottel der Kultur. Leute, die mich in dem Film gesehen haben, fragten mich: »Wenn du die Musik so veränderst, warum nicht auch den Text?« Das möchte ich nicht. Ich mag es, wie sich durch die Bearbeitung der Klang der Worte zu Patrick Hernandez’ »Born To Be Alive« verändert: Der Text wird so der Luxus, den sich ein Stück leistet.“

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