Immer wieder erste Platten (junge welt, 31.12.11)
Januar 3, 2012
30 Jahre Abwärts, Neubauten, Palais Schaumburg, 25 Jahre Cpt. Kirk &, 20 Jahre Blumfeld, zehn Jahre Parole Trixi – bei Alfred Hilsberg stapeln sich die Jubiläen
Es ist 1976, und Alfred Hilsberg traut seinen Augen und Ohren nicht. Er läuft in London Menschen über den Weg, von denen jeder einzigartig aussieht und einer wilder als der andere. Sie treffen sich, um eine aggressive, schlimm-schöne Musik zu hören oder gleich selbst zu spielen. Der Journalist aus Norddeutschland ist überwältigt.
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Kristof Schreuf und Tobias Levin bei byte.fm
Dezember 21, 2011
Sendung vom 18.12.11, hier im Archiv
Über den Protest-Song.
Juni 14, 2011
Auf der richtigen Seite
Über den Protest-Song.
In den sechziger Jahren erreichte der Protest-Song seine größte Popularität. Zwischen zwei Liedern. Das eine ist „Masters of War“, das Bob Dylan 1963 veröffentlichte. Den Anlaß für das Stück lieferte die Abschiedsrede des US-Präsidenten Eisenhower, in der dieser als erster vor dem Einfluß des „militärisch-industriellen Komplexes“ warnte. Gemeint waren Politiker, Militärs und die Industrie sowie ihre Verbindungen untereinander. Dylan wirft ihnen in „Masters of War“ alles an den Kopf, was sie verdient haben. Sie „bauen, um zu zerstören“. Sie sind für ihn Feiglinge, denn sie „verstecken sich hinter Wänden und Schreibtischen.“ Das, was sie tun, würde ihnen „noch nicht mal Jesus vergeben.“ Dylan ruft ihnen gegen Ende zu: „Ich hoffe, daß ihr sterbt.“
„Masters of War“ wurde geschrieben, um es der Bedrohung entgegenzuhalten. Das Stück war die stumpfe, buchstäbliche Version einer betagten Formel der Surrrealisten: „Kunst als Waffe“. Es bestand vor allem aus einer gut gemeinten Absicht und der Sicherheit, richtig zu liegen. Der Protest-Song, wie ihn Dylan damals, und zum Glück nicht allzu lang spielte, hatte die Toten gewissermaßen vor sich. Das wirkte. Den Rest des Beitrags lesen »
Motor.de: Vor deiner Soloplatte bist du ja recht lange von der Bildfläche verschwunden. Was hast du getrieben mit all der Zeit?
Kristof Schreuf: Es ging musikalisch einiges, aber ich hab mir zu viel vorgenommen und dann verzettelt. Ich wollte ein Buch schreiben, dann wollte ich gern auf der Platte eines Freundes, den ich für einen tollen Singer/Songwirter halte, Gitarre spielen und mit ihm zusammen an der Platte arbeiten. Mit einem anderen Freund wollte ich einen Film machen und gleichzeitig die nächste Brüllen-Platte angehen. [...]
Portrait im Hamburger Abendblatt
März 25, 2011
Kristof Schreuf wurde für den Echo 2011 in der Kategorie “Kritikerpreis” nominiert. Dazu erschien im Hamburger Abendblatt ein kurzes Portrait von Birgit Reuther.
Da gab es diese eine Zeile, vor ziemlich genau zehn Jahren, die Kristof Schreuf berühmter gemacht hat, als er vorher war. Nicht Robbie-Williams-berühmt. Oder auch nur Udo-Lindenberg-berühmt. Aber viele Hörer des Blumfeld-Albums “Testament der Angst”, das damals Platz sechs der deutschen Charts belegte, fragten sich 2001 immerhin: Wer ist dieser Kristof Schreuf? Jochen Distelmeyer, Sänger der Hamburger Band, hatte ihn in seinem Song “Anders Als Glücklich” ein kleines lyrisches Denkmal gesetzt: “Anders als glücklich / hat Kristof Schreuf gesagt”, lautete die Zeile, mit der Schreuf zum Liedgut wurde.
Buback Labelabende
Februar 2, 2011
Ab morgen beginnen die Buback Labenabende, auf die ich hier nochmal gesondert hinweisen möchte. Neben Kristof spielen 1000 Robota, Die Goldenen Zitronen und F.S.K.
Die Termine sind:
| Do. | 03.02.11 | Hamburg – Hafenklang * | Tickets |
| Fr. | 04.02.11 | Leipzig – Centraltheater | Tickets |
| Sa. | 05.02.11 | München – Kammerspiele | Tickets |
| Fr. | 18.02.11 | Frankfurt – Mousonturm | Tickets |
| Sa. | 19.02.11 | Düsseldorf – Zakk | Tickets |
| So. | 20.02.11 | Berlin – HAU |
Konzertreview Nürnberg
Januar 19, 2011
22.00 Uhr im K4 in Nürnberg. 40 grauhaarige Menschen warten auf Kristof Schreuf. Alles Männer. Die Hälfte von ihnen hat 1.500 Langspielplatten zuhause. Die andere Hälfte über 5.000. Alles Vinyl. Mehr
20 Millionen Romane und Kristof Schreuf
Dezember 13, 2010
“Wir stehen auf, klopfen uns die Hosen ab, Fehmi trägt eine dunkelblaue 7/8- Hose, und gehen gemeinsam zur weiß gewandeten Bühne vor dem Bierwagen. Ein paar Augenblicke später trifft Fehmi alte Freunde aus der Zeit der Kolossalen Jugend und wir werden uns erst kurz vor Ende des Sets noch einmal treffen. Was jetzt folgt ist Fehmis lange verschollener Zwilling, der erratische Songpeitscher und ausdauernde „Anfänger beim Rocken“- Autor Kristof Schreuf. Dass er ein Soloalbum veröffentlicht hat, angeblich bereits ein zweites mit seiner furiosen Band „Brüllen“ in der Mache hat und jetzt endlich wieder auftritt, muss unbedingt als Sensation gelten.” (Fynn Steiner über ein Konzert in Braunschweig)
Neue Live-Termine
November 29, 2010
Es gibt neue Live-Termine auf der entsprechenden Seite.
(Erschienen in der Jungen Welt vom 9.10.2010)
Der Sefton Park in Liverpool ist eine hübsche Anlage. Die Weiden und Pappeln sehen aus wie Stillebenmotive. Durch den Park ziehen sich ruhige Flüsse. Dort ging Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts Alfred Lennon über die Wiesen, um Mädchen zu treffen. Eins mit hohen Wangenknochen und lebhaftem Wesen fiel ihm besonders auf. Er sprach sie an und bekam fröhlich erklärt, daß er mit der Melone, die er auf dem Kopf trug, blöde aussähe. Darauf erklärte Alfred, daß Julia Stanley, so hieß sie, schön sei. Er nahm die Melone ab und warf sie in den See. (mehr)